JERUSALEM – Das 2016 Programm der Sommerschule des Elijah Interreligiösen Institutes versammelte 25 Studenten aus 10 Ländern, Juden und Christen, um das Thema der Führung in Weltreligionen zu studieren. Am 4. August hielt Bischof William Shomali, Patriarchalvikar in Jerusalem, eine Vorlesung über christliche Führung im Allgemeinen und im Besonderen über die Führung von Papst Franziskus.

Seit 1997 veranstaltet das Elijah Interreligiöse Institut Sommerkurse für einheimische und ausländische Studenten. Die Sommerkurse behandeln Themen, die für religiöse Gemeinschaften von Interesse sind und erforscht sie aus den Perspektiven verschiedenster religiöser Traditionen. Das 2016 Programm der Sommerkurse versammelte 25 Studenten aus 10 Ländern, Juden und Christen, um das Thema der Führung in Weltreligionen zu studieren. Führung ist zentral für die gesunde Funktion einer Religion, besonders in Zeiten des Übergangs und der Globalisierung. Die Sommerkurse behandelten Führung aus den Perspektiven von Judaismus, Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus. Zusätzlich zum Kernteam, Rabbi Dr. Alon Goshen-Gottstein und Peta Jones-Pellach von Elijah Institut nahm eine internationale Fakultät teil, einige über Skype und andere persönlich. Mitglieder des Elijah Boards der Führer der Weltreligionen und die Elijah Interreligiöse Akademie boten Kurse an, in denen sie Perspektiven verschiedener Religionen behandelten (vgl. http://elijah-interfaith.org/about-elijah)

Vorlesung über christliche Führung und über die Führung von Papst Franziskus, gehalten von Bischof Shomali

20160801_122232_resizedLokale Gemeinden nahmen teil, inklusive der lokalen katholischen Gemeinde. Zusätzlich zu Besuchen in der Dormitio Abtei, Tabgha und Domus Galillae, beinhaltete das Programm eine Vorlesung über christliche Führung im Allgemeinen und im Besonderen über die Führung von Papst Franziskus, gehalten von Bischof Shomali, einem langjährigen Freund des Elijah Institutes, seit den Tagen, an denen Elijah Einführungskurse zum Judaismus im Seminar des Lateinischen Patriarchats anbot. Einige Punkte, die Bischof Shomali vorgeschlagen hat, sind relevant für eine breitere Sicht von Führung und im Besonderen für religiöse Führung. Eine Präsentation darüber, was Papst Franziskus zu einem erfolgreichen Führer macht, gestattet es uns darüber nachzudenken, wie Führung in allen Religionen funktionieren kann. Die folgenden Punkte wurden von Bischof Shomali als Weg aufgezeigt, wo Papst Franziskus ein gutes Vorbild eines religiösen Führers ist:

  1. Demut
  2. Führung durch Beispiel
  3. Geduld, zum Beispiel beim Voranbringen von Reformen in der Kirche.
  4. Erreichbarkeit für Anhänger, die wissen, dass ihr Führer für sie da ist.
  5. Rat suchen und verschiedene Stimmen hören.
  6. Dezentralisierung und Bevollmächtigung vieler Zentren, um die Kirche zu führen und zu inspirieren.
  7. Über die katholische Gemeinschaft hinausreichen, und dadurch Franziskus zu einem globalen religiösen Führer machen.
  8. Effektive Kommunikation, wie zum Beispiel das Nutzen sozialer Medien.
  9. Bereitschaft, Risiken auf sich zu nehmen.

Führer sind Vorbilder für religiöse Gemeinschaften. Deshalb ist das Erkennen erfolgreicher Führung sehr oft lehrreich für die Herde. Die oben genannte Liste kann daher sowohl für das Unterrichten von Führung als auch als Beispiel dafür dienen, dieselben Prinzipien im Leben der Anhänger in angemessener Weise anzuwenden.

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