GETHSEMANE– Aus Anlass des Endes des Jahres der Barmherzigkeit wurde am Samstag, den 3. Dezember 2016, am Ende eines feierlichen Hochamtes die Heilige Pforte der Basilika von Gethsemane geschlossen; den Gottesdienst zelebrierte Bischof Shomali von Jerusalem, es konzelebrierten Bischof Lazzarotto, Apostolischer Nuntius in Israel. Eine Retrospektive auf ein spirituell starkes und an Initiativen reiches Jahr.

Am Sonntag, den 12. April 2015, erklärte Papst Franziskus ein Jubiläum der Barmherzigkeit im Jahr 2015/16. Dieses Jubiläum begann am 8. Dezember 2015, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis, und in einem Gottesdienst fünf Tage danach wurde die Heilige Pforte der Basilika von Gethsemane geöffnet. Erzbischof Fouad Twal, Lateinischer Patriarch, verkündete in seiner Predigt den Willen der Kirche, eine Kirche der Barmherzigkeit zu sein und lud die Gläubigen ein, „dieses Jahr zu eine Gelegenheit zur Umkehr zu machen und „für mehr Gnade, mehr Gerechtigkeit, mehr Frieden in diesem Heiligen Land, das von Gewalt zerrissen ist, zu beten.“

Während des ganzen Jahres lud die Vereinigung der Katholischen Ordinarien die Gläubigen ein, am Öffnen oder Eintreten durch die verschiedenen Pforten der Barmherzigkeit im Heiligen Land teilzunehmen, die heiligen Stätten als Zeichen der Reue für die Sünden gegen Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung im Mittleren Osten zu besuchen und, am wichtigsten, nicht auf die Ausübung physischer und spiritueller Werke der Barmherzigkeit zu vergessen wie das Gebet und die Gemeinschaft im Glauben, ein bisschen seiner Zeit älteren Menschen zu schenken, den Kranken, Behinderten und auch den Flüchtlingen.

„Werke der Barmherzigkeit“ im Heiligen Land

Während dieses Jahres der Barmherzigkeit wurden viele Initiativen in dieser Richtung unternommen. In Jordanien eröffnete die Kirche in Amman gemeinsam mit der Caritas Jordanien das „Restaurant der Barmherzigkeit“, in dem warme Mahlzeiten gratis an Arme und Bedürftige ausgegeben wurden. Seit 2014 kommen ständig irakische Flüchtlinge nach Jordanien. Das Lateinische Patriarchat hat sehr an ihrer Integration mitgearbeitet durch das Öffnen der Türen seiner Pfarren, Zentren und Schulen, es hat mehr als 200 christlichen Familien ermöglicht, ihr Leben neu zu ordnen und gab ihnen so Hoffnung für die Zukunft. Papst Franziskus selbst drückte seine Solidarität diesen Familien gegenüber aus, indem er ihnen einen „Garten der Barmherzigkeit“ gab. Eine nachhaltige Farm, die verschiedene Nahrungsmittel produziert und so Beschäftigung für einige Flüchtlinge bietet. Dieses Jubiläum gab Papst Franziskus auch die Gelegenheit, mehr als tausend Missionare der Barmherzigkeit in die Welt zu senden, die besonders auf das Sakrament der Versöhnung achten sollten. Abende des Lehrens und des Gebets entstanden und gaben konkrete Antworten auf die Bitte des Heiligen Vaters, dass die beauftragten Missionare „überzeugende Prediger der Barmherzigkeit“ sein sollen.

Eine interreligiöse Konferenz mit dem Titel „Barmherzigkeit ohne Grenzen; Feier der Barmherzigkeit Gottes im Judaismus, im Christentum und im Islam“ brachte in einer formellen Konferenz den islamischen Führer Qadi Iyad Zahalka, einen Richter im Scharia-Gericht von Jerusalem, Rabbi David Rosen, und Bischof Shomali, Patriarchalvikar in Jerusalem und Initiator der Konferenz, zusammen.

Dieses Jubiläum der Barmherzigkeit endete in Jerusalem am Samstag, den 3. Dezember mit einem feierlichen Gottesdienst in der Basilika von Gethsemane, an dem viele Gläubige teilnahmen. Wie beim Öffnen der Heiligen Pforte folgten die Gläubigen dem Kreuz Christi in einer Prozession um den Schrein und versammelten sich dann bei der Heiligen Pforte, um ihr Schließen zu bezeugen.

Vivien Laguette

Fotos: ©Lateinisches Patriarchat von Jerusalem, Vivien Laguette

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