HEILIGER STUHL / ISRAEL – Die Ständige Bilaterale Kommission des Staates Israel und des Heiligen Stuhls trat am Mittwoch, den 18.Januar 2017 im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten in Jerusalem zusammen. Die Parteien setzten ihre Verhandlungen zum Artikel 10/ Paragraph 2 des Grundsatzübereinkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat Israel von1993 fort.

Nach ihrem Treffen veröffentlichte die Kommission ein Statement mit der Aussage, dass „die Delegationen Angelegenheiten von allgemeinem Interesse diskutiert und neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit gesucht hatten“

Artikel 10 des Grundsatzübereinkommens hält fest: §1. Der Heilige Stuhl und der Staat Israel bestätigen gemeinsam nochmals das Recht der Katholischen Kirche auf Eigentum.

  • 2. Ohne dass in die Rechte der Vertragspartner eingegriffen wird: a) Der Heilige Stuhl und der Staat Israel wollen in gutem Glauben zusammenarbeiten durch ein umfassendes Übereinkommen, das annehmbare Lösungen für beide Seiten bringt. Es geht dabei um die ungelösten, anhängigen oder strittigen Probleme, die Eigentum, wirtschaftliche und steuerliche Fragen der katholischen Kirche im Allgemeinen oder katholischer Einrichtungen betreffen.
  1. b) Um diese Verhandlungen fortzufahren, werden eine ständige bilaterale Arbeitskommission sowie eine oder mehrere bilaterale Expertenunterkommissionen benannt, die diese Fragen studieren und Vorschläge unterbreiten.
  2. c) Die Vertragsparteien sehen vor, diese Verhandlungen innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten des vorliegenden Abkommens aufzunehmen, mit der Absicht, zu einer Übereinkunft innerhalb von zwei Jahren nach Beginn der Verhandlungen zu kommen.
  3. d) Während der Dauer der Verhandlungen soll jede damit nicht zu vereinbarende Verpflichtung vermieden werden.

Nachstehend die vollständige Erklärung, die von der Bilateralen Kommission veröffentlicht wurde:

Die Ständige Bilaterale Arbeitskommission zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat Israel trat heute, am 18. Januar 2017 in Jerusalem auf Plenarebene zusammen, um die Verhandlungen gemäß dem Grundsatzübereinkommen zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat Israel von 1993, Art. 10 §2 fortzusetzen.

Das Treffen wurde von Herrn Tsachi HANEGBI, Minister für Regionale Zusammenarbeit des Staates Israel und von Msgr. Antoine Camilleri, Untersekretär für die Beziehungen zwischen den Staaten, geleitet. Das Plenum begrüßte den Fortschritt, der bei den Verhandlungen gemäß Art.10 §2 auf Arbeitsebene erreicht wurde und ist erfreut, dass in einer rücksichtsvollen und konstruktiven Atmosphäre fortgesetzt wurde. Das Plenum anerkennt weiters des Arbeit des Justizministeriums, was die Implementierung der Bilateralen Rechtspersönlichkeitsvereinbarung betrifft. Die Parteien haben weitere Schritte beschlossen für das nächste Plenartreffen, das im März 2017 im Vatikanstaat stattfinden wird. Nach dem BPWC Treffen hielten der Heilige Stuhl und der Staat Israel einen bilateralen Dialog im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten. Die Delegationen diskutierten Angelegenheiten von allgemeinem Interesse und neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit.

Delegation des Heiligen Stuhls:

Mgr. Antoine CAMILLERI, Untersekretär für die Beziehungen zwischen den Staaten;

S.E. Erzbischof Guiseppe LANZAROTTO, Apostolischer Nuntius in Israel;

S.E. Erzbischof Antonio Franco, Apostolischer Nuntius;

S.E. Bischof Giacinto Boulos MARCUZZO, Lateinischer Patriarchalvikar für Israel;

Fr. Lorenzo LORUSSO, Untersekretär der Kongregation für die orientalischen Kirchen des Heiligen Stuhls;

Mgr. Ionut Paul STREJAK, Mitarbeiter, Staatssekretär des Heiligen Stuhls;

Mgr. Marco FORMICA, Stellvertretender Chef der Mission, Apostolische Nuntiatur in Israel;

Hr. Henry AMOROSO; Hauptrechtsberater;

Fr. Jacek JASZTAL OFM, Vikar der Kustodie des Heiligen Landes;

Fr. Ibrahim FALTAS OFM, Kustodie des Heiligen Landes;

Sr. Kathy ZIMMERMANN FSE, Sekretärin der Delegation.

Delegation des Staates Israel:

Hr. Tzachi HANEGBI, Minister für Regionale Zusammenarbeit;

Fr. Emi PALMOR, Generaldirektorin, Justizministerium;

Hr. Enud KEINAN, externer Berater und Chef des israelischen Arbeitsteams;

Hr. Akiva TOR, Leiter des Büros für Angelegenheiten der Weltjuden und Weltreligionen (MFA);

Dr. Joseph DRAZNIN, Berater des Ministers für Regionale Zusammenarbeit;

Fr. Shareon REGEV, Direktorin der Abteilung für Angelegenheiten der Weltreligionen;

Fr. Karin DOSORETZ, Abteilung für diplomatisches und Zivilrecht (MFA);

Hr. Itai APTER, Büro des stellvertretenden Generalanwalts (internationales Recht) (MOJ);

Hr. Moshe GOLAN, externer Berater;

Fr. Anat EILON GANOR, Chefberaterin des Hauptökonomen (MOF);

Hr. Amir HARAN, Chefberater des Generaldirektors (MOJ);

Hr. Gilad ATLACEVITZ, Abteilung für die Angelegenheiten der Weltreligionen (MFA);

Quelle: Radio Vatikan

Fotos:© Alram Mendel

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