HEILIGES LAND – Die Koordinierungsgruppe für das Heilige Land, bestehend aus Bischöfen aus Europa, Nordamerika und Südafrika, wurde vom Heiligen Stuhl mit dem Ziel eingesetzt, die christlichen Gemeinden im Heiligen Land zu besuchen und zu unterstützen; sie wird am kommenden Samstag, den 14 Januar 2017 zu ihrem jährlichen Besuch eintreffen und bis 19. Januar bleiben. Nachstehend ist das Programm für die fünf Tage.

Nach der Begegnung der  HLC2016 mit den Flüchtlingen in Jordanien, wird das diesjährige Treffen der Koordinierungsgruppe zur Unterstützung der Kirche im Heiligen Land (HLC2017) am Samstag, dem 14. Januar 2017 – Vigil des Welttags des Migranten und Flüchtlings – diesmal mit einem Tagesprogramm beginnen, das der Situation der Migranten und der christlichen Flüchtlinge, die sich in Israel befinden, gewidmet ist. Am Samstagmorgen wird die Gruppe der Bischöfe aus Europa, Nordamerika und Südafrika, die seit den 90er Jahren die verschiedenen christlichen Gemeinden im Heiligen Land jährlich besucht, an der traditionellen “Messe der Völker” in Jaffa teilnehmen, die von den verschiedenen nationalen Gemeinden in Israel gestaltet wird. Am Nachmittag werden sich die Bischöfe der HLC2017 nach Tel Aviv begeben, wo sie das Pastoralzentrum für Migranten besuchen werden.

In den darauffolgenden Tagen werden sich die Mitglieder der HLC2017, die ihren  Reisestandort in Betlehem haben wird, mit dem Thema 50 Jahre Besatzung auseinandersetzen, Hebron und Ost-Jerusalem besuchen und dabei die aktuelle Lage des Dialogs zwischen Israelis und Palästinensern vertiefen. Dazu wird die Gruppe Initiativen aufsuchen, die sich für die Förderung des Dialogs und des gegenseitigen Respekts einsetzen, wie z.B. das Zelt der Völker. Die Arbeitstage bestehen aus Momenten des Gebets und der täglichen Eucharistiefeier mit den verschiedenen katholischen Pfarrgemeinden im Kreis Betlehem sowie aus Begegnungen mit den Ortsbischöfen des Heiligen Landes, mit dem Lehrkollegium, Verwaltungsgremium und den Studenten der Universität von Betlehem, mit Diplomaten und den Leitern der katholischen Wohltätigkeitsorganisationen. Um die Bedeutung der Gebetswoche für die Einheit der Christen zu unterstreichen, wird der Nachmittag des Mittwoch, 18. Januar, ganz dem ökumenischen Dialog gewidmet sein. Dazu werden die Leiter der christlichen Kirchen vor Ort zusammenkommen und um 17.00 Uhr ein gemeinsames Gebet in der anglikanischen St. George’s Cathedral  in Jerusalem halten.

Diesem Programm wird seitens einem Teil der Delegation der HLC2017 ein zweitägiger Besuch (12. – 13. Januar) bei der kleinen christlichen Gemeinde in Gaza vorausgehen. Zur Begleitung der europäischen Bischöfe und als Vertreter des Rates der europäischen Bischofskonferenzen, wurde in diesem Jahr Mgr. Duarte da Cunha, Generalsekretär des CCEE, der Vorsitz für die Zusammenkunft anvertraut.

 

Folgende Bischöfe werden an der Koordinierungsgruppe zur Unterstützung der Kirche im Heiligen Land teilnehmen:

S.E. Mgr. Declan Lang (Clifton, Vereinigtes Königreich – Koordinator)

S.E. Mgr. Lionel Gendron (Saint-Jean, Kanada)

S.E. Mgr. Michel Dubost (Evry, Frankreich)

S.E. Mgr. Stephan Ackermann (Trier, Deutschland)

S.E. Mgr. Riccardo Fontana (Arezzo-Cortona-Sansepolcro, Italien)

S.E. Mgr. Pierre Bürcher (Island)

S.E. Mgr. William Nolan (Galloway, Schottland)

S.E. Mgr. Joan-Enric Vives Sicilia (Urgell, Spanien)

S.E. Mgr. Dr. Felix Gmür (Basel, Schweiz)

S.E. Mgr. Oscar Cantu (La Cruces, USA)

S.E. Mgr. William Kenney (Birmingham, Vereinigtes Königreich)

S.E. Mgr. Nicholas Hudson (Westminster, Vereinigtes Königreich) – COMECE

S.E. Mgr. Christopher Chessun (Church of England)

 

 

L’HOLY LAND COORDINATION – zusätzliche Informationen

Die Koordinierungsgruppe für die Kirche im Heiligen Land setzt sich aus Bischöfen aus ganz Europa, Nordamerika und Südafrika zusammen und wurde Ende des 20. Jh. auf Einladung des Heiligen Stuhls gebildet, um die örtlichen Gemeinden im Heiligen Land zu besuchen und zu unterstützen.

Der Sinn und Zweck der Koordinierungsgruppe lässt sich durch folgende Schlüsselworte ausdrücken: Gebet, Pilgerfahrt und Überzeugung.

Das Gebet stellt den Rahmen des jährlichen Treffens dar, mit der täglichen Eucharistie, die oft in unterschiedlichen Riten und mit den katholischen Ortsgemeinden gefeiert wird.

Die Pilgerfahrt ist einer der interessantesten und informationsreichsten Aspekte des  jährlichen Treffens. Die teilnehmenden Bischöfe besuchen alleine oder in kleinen Gruppen die katholischen Gemeinden, treffen sich mit ihren Mitgliedern und oft auch mit örtlichen Vertretern aus der Politik. In schwierigen Zeiten wurde den Bischöfen gegenüber oft der Wunsch geäußert, mehr Pilger ins Heilige Land zu führen. Die Bischofskonferenzen haben daher Pilgerfahrten ins Heilige Land erfolgreich gefördert. Die Überzeugung ist die Arbeit, die die teilnehmenden Bischöfe jedes Jahr nach ihrer Reise ins Heilige Land durch Gespräche mit ihren Regierungen, Abgeordneten sowie den israelischen und palästinensischen Botschaftern und den nationalen Medien zu leisten haben, um sie von dem weiten Spektrum der Problematiken zu informieren, die das Leben der Christen betreffen. In Einklang mit der Haltung, die der Heilige Stuhl auch in jedem anderen Land einnimmt, fordern die Bischöfe keine Sonderprivilegien für die Christen, sondern Würde und Gerechtigkeit für sie wie für all diejenigen, die in ähnlichen Konfliktsituationen leben. Vielleicht könnte man ein viertes Stichwort hinzufügen: Anwesenheit. Jedes Jahr begeben sich die Bischöfe ins Heilige Land und möchten so den „lebendigen Steinen“ der christlichen Gemeinden im Heiligen Land bezeugen, dass sie von ihren Geschwistern in den anderen Ländern der Welt nicht vergessen sind.

ccee.eu

Foto: © LPJ Heilig Land Koordinierungsgruppe 2016, Archiv

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